Opfer der Feuerteufel

Als Helmut Ley kurz nach Mitternacht aus seinem Haus tritt, kann er
seinen Augen kaum trauen. Direkt vor seiner Haustür steht der
Wagen des Nachbarn in Flammen. "Feuer löschen - Schaden
minimieren": mehr geht ihm in diesem Moment nicht durch den
Kopf.
Wenige Minuten später bemerkt Helmut Ley, dass auch das eigene Auto hinterm Haus brennt. Er und sein Sohn löschen beiden Brände mit einem kleinen Feuerlöscher - und erleiden dabei Rauchvergiftungen.
Nach 24 Stunden auf der Intensivstation sitzen beide wieder zu Hause. Das Auto ist von der Polizei beschlagnahmt - auf dem Parkplatz zeigen Ruß, Löschschaum und eine verbrannte Radkappe, was in der Nacht passiert ist. Bei Helmut Ley machen sich Zorn und Unverständnis breit: "Was gibt einem das Recht, das Eigentum von jemand anderen so zu beschädigen? Das ist die blanke Wut".
Helmut Ley hofft jetzt, dass Hinweise der Berzdorfer bei der Polizei eingehen. Denn was die Täter angeht, tappen alle noch im Dunklen. Bis die Polizei den Wagen nicht frei gibt, kann auch der Versicherungsschutz nicht greifen.
Neben dem psychischen Schock bedeutet das für Familie Ley, dass sie zur Arbeit und zum Einkaufen erst mal mit Fahrrad und Bus und Bahn fahren müssen.



